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Was ist SFG20?


Als Reaktion auf die Nachfrage von Kunden und Bauunternehmern führte die Building Engineering Services Association 1990 den Industriestandard für Gebäudewartungsspezifikationen ein. Mittlerweile gibt es Hunderte von Plänen, von automatischen Türen und Toren bis hin zu Arbeitsschutzausrüstung. Der Zugriff auf diese Pläne erfolgt per Abonnement.


Im Jahr 2014 wandte sich ein Kunde an SFG20 und forderte Pläne für gewerbliche Küchengeräte an. SFG20 wandte sich daraufhin an die Catering Equipment Suppliers Association (die 190 Hersteller und deren Vertreter in Großbritannien vertritt), die im Januar 2016 die ersten Catering-Pläne erstellte und auslieferte. Der Standard wird normalerweise jährlich überprüft und aktualisiert.


Erstmals gibt es Pläne für Wartungsarbeiten, die zeigen,

  • Einhaltung
  • Bewährte Methode
  • Die unparteiische Branchenempfehlung, welche spezifischen Aufgaben wann erledigt werden müssen


Empfehlung des Herstellers?

SFG20 ist nicht dasselbe wie die Empfehlung des Herstellers und in Wirklichkeit ist dieser viel verwendete Ausdruck eine Täuschung: Nach der Erstinstallation verwendet niemand mehr die Anweisungen des Herstellers oder hat Zugriff darauf.


Äpfel mit Äpfeln

Dies zeigt, dass es, egal wie beeindruckend der Umfang der Arbeiten auch sein mag (oder nicht), bisher keinen universellen Standard für die Instandhaltung von Gastronomiebetrieben gab – und die „Servicebesuche“ variieren von einer oberflächlichen Sichtprüfung bis hin zu umfassenden vorbeugenden Wartungsarbeiten. Kunden gingen naiverweise davon aus, dass es einen allgemeingültigen Standard gibt – nun gibt es ihn erstmals, einschließlich der Zeitplanung.


Aber

Die Forderung nach der Durchführung von Serviceleistungen nach SFG20-Standards in Ausschreibungsunterlagen ist eine Fortsetzung dieser Naivität: Wie soll diese komplexe Aufgabe (für jedes Gerät ein anderer Aufgabenkatalog) vor Ort umgesetzt werden? Wie erhält der Kunde Einblick in die detaillierten Details dieser Aufgaben? Diese Fragen sollten bei jeder SFG20-Spezifikation parallel gestellt werden. Auf Papier-Arbeitsblättern ist dies schlicht nicht möglich …


Frequenz

Standardgemäß richten sich die Wartungsintervalle nicht nach der Nutzung, sondern nach dem Kalender. Dies ist nicht optimal – es besteht ein deutlicher Unterschied im wahrscheinlichen Bedarf zwischen einer Schule mit weniger als 1000 Betriebsstunden pro Jahr und einem Krankenhaus mit 6000 Betriebsstunden. Dies sollte im Einzelfall geprüft werden.

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